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Sarah J. Maas wuchs in Manhattan auf und lebt seit einiger Zeit mit Mann und Hund in Pennsylvania. Bereits mit dem ersten Entwurf zu >Throne of Glass< sorgte sie für Furore: Mit 16 veröffentlichte sie >Queen of Glass< (so der damalige Titel) auf einem Online-Forum für Autoren und initiierte damit eines der frühesten Online-Phänomene weltweit.

Hallo alle zusammen,

seit Beginn des Jahres ist das Buch „Das Reich der sieben Höfe-Dornen und Rosen“ von Sarah J. Mass in aller Munde. Jeder kennt es, jeder, der es gelesen hat, liebt es. Ich habe schon den Hype im englischsprachigen Raum mitbekommen und mich immer gefragt, wann denn diese Reihe von der Autorin hier in Deutschland erscheinen wird. Dieses Jahr war es dann soweit und ich habe mich riesig gefreut 🙂 ! Schon seit dem Erscheinungsdatum stand das Buch in meinem Bücherregal. Ich habe es nicht sofort gelesen, weil (einige können es sich wahrscheinlich denken) ich es hasse, auf Folgebände von Reihen zu warten. Als dann der zweite Teil „Das Reich der sieben Höfe-Flammen und Finsternis“ jetzt im August erschienen ist, habe ich noch am gleichen Tag, an dem ich ihn mir gekauft habe, mit dem ersten Band angefangen. Auf Teil zwei gehe ich nachher auch noch einmal ein, aber jetzt geht es erstmal um den Auftakt der „Das Reich der sieben Höfe-Reihe“ – auf englisch die „The Court of Thorns and Roses-Series“ 😀 !

 

Zum Inhalt:

Die 19-jährige Feyre lebt in ärmlichen Verhältnissen, und nur durch das Jagen von Tieren kann sie ihre Familie irgendwie über Wasser halten. Als sie eines Tages im Wald einen Wolf erlegt, ahnt sie jedoch nicht, dass diese Tat zum größten Verhängnis ihres Leben wird. Feyre tötete nämlich nicht einfach einen Wolf, wie sie angenommen hat, sondern einen Fae. Diese leben hinter einer Mauer, die die Welt der Menschen und Fae trennt. Feyres Tötung des Tieres bleibt nicht vergessen, und so kommt eines Tages ein anderer Fae zu ihr nach Hause und sagt ihr, was sie eigentlich getan hat. Dieser stellt sie auch vor die Wahl: entweder Feyre sofort zu töten, oder als Gegenleistung für den Mord mit dem Fae in sein Reich mitzukommen und dort bis ans Ende ihres Lebens zu bleiben. Feyre begleicht ihre Schuld, verlässt das Reich der Menschen und folgt dem Fae nach Prythian, wo seinesgleichen leben. An seinem Hof wird Feyre allerdings nicht wie eine Gefangene gehalten, sondern bekommt Freiheiten, so viel Essen, wie sie in ihrem ganzen Leben noch nicht hatte, und alles, was sie benötigt. Doch sie merkt, dass es Geheimnisse gibt, von denen sie nichts weiß. Und die auch niemand erzählt. Tamlin, der Fae, der sie geholt hat, versteckt etwas vor ihr. Aber Feyre kann auch nicht leugnen, dass sie sich nach und nach in seine Welt, sein Land und sogar in ihn verliebt. Doch ehe das Glück währt, erfährt Feyre von tiefen Zaubern, Gefahren – und nicht nur die Rettung des Landes der Fae liegt in ihren Händen, sondern auch das der Welt.

 

Zu den Charakteren:

Feyre ist die Einzige, die für das Überleben ihrer Familie sorgt. Ihre Mutter lebt nicht mehr, ihr Vater kann nicht mehr richtig laufen und ihre beiden Schwestern tun alles mögliche, aber nichts, was zum Überleben notwenig ist. Feyre ist total abgemagert, und nur das Jagen und Erlegen von Tieren kann ihr und ihrer Familie helfen. Sie kann sich nichts leisten, was ihr Vergnügen bereitet, denn jeden Tag muss sie hoffen und bangen, dass es etwas zu Essen geben wird. Das Einzige, was sie wirklich liebt, ist Malen, aber Farben sind viel zu teuer und ein Luxus für sie. Als Feyre den großen Wolf im Wald entdeckt, kann sie es fast nicht glauben. Allein mit seinem Fell kann sie Geld auftreiben. Doch der Schein trügt. Feyre verachtet die Fae und spürt auch keinerlei Gewissensbisse, als sie erfährt, dass sie einen getötet hat. Tamlin, der Fae, der sie mit zu sich nimmt, ist über die Tat jedoch ziemlich wütend und außer sich. Als Feyre ihn begleitet, weil sie nur so am Leben bleiben kann, kommt sie aus dem Staunen über seine Heimat und sein Heim gar nicht mehr raus. Dort ist nichts vergleichbar mit der kleinen Holzhütte, in der Feyre mehr als einmal hungern musste. Aber sie erfährt nach und nach immer mehr über das Reich der Fae und auch, was für eine Rolle sie in allem spielt.

Über mehr Charaktere werde ich an dieser Stelle nichts schreiben, da man meiner Meinung nach sich vollkommen auf das einlassen sollte, was man alles als Leser erfährt und liest. Ich kann nur sagen, dass das, was ich hier beschrieben habe, nur ein ganz kleiner Bruchteil von dem ist, was einen erwartet, und das es neben Feyre und Tamlin noch einen Charakter gibt, der eine entscheidende Rolle spielen wird.

 

Zum Buch:

Ich muss sagen, dass für mich bei diesem Buch einfach alles gestimmt hat. Das High Fantasy Genre, die Liebesgeschichte, die komplette Grundidee, auf der alles aufbaut. Einmal angefangen, konnte ich nicht mehr aufhören weiterzulesen. Und das meine ich wirklich so. Obwohl das Buch fast 500 Seiten besitzt, war ich nach einem Tag damit fertig! Ich persönlich bin an dieses Buch extrem kritisch drangegangen, weil ich ja von dem ersten Teil der Throne of Glass-Reihe von der Autorin schon enttäuscht war, was die Liebesgeschichte anging, aber bei „Das Reich der sieben Höfe“ hab ich da absolut nichts wiedergefunden. Zum Glück ;). Obwohl ich wusste, und ich bin mir ziemlicher sicher, dass jeder Leser dieses Buches das weiß, dass die Geschichte an „Die Schöne und das Biest“ angelehnt ist, hat es bei mir doch eine Zeit gedauert, bis ich diese Thematik mit der des Buches in Verbindung gebracht habe. Und als ich das verstand,  dachte ich nur noch ‚Wow, wow, wow‘! Sarah J. Maas macht das wirklich einfach genial und außergewöhnlich. Natürlich gibt es auch Aspekte, die mit „Die Schöne und das Biest“ nichts zu tun haben, und diese Thematik muss irgendwann auch, allein wegen der Folgebände, abgeschlossen sein, aber für mich hat einfach alles gepasst. Ohne Ausnahmen. Ich finde es unglaublich, dass Sarah J. Maas das Buch so geschrieben hat, dass immer, wenn ich dachte, es würde sich nun die Länge ziehen, genau das Gegenteil der Fall war. Sie hat diese Stellen dann zusammengefasst, und es ging genau da weiter, wo man als Leser weiterlesen wollte :). Ganz, ganz großartig! Ich bin wirklich begeistert und kann sagen, dass mir der erste Teil dieser Reihe besser gefallen hat, als der Auftakt der „Throne of Glass-Reihe“. Nicht, was das High Fantasy Genre anging, sondern verglichen mit der Liebesgeschichte. Ich finde auch die Story von „Das Reich der sieben Höfe“ außergewöhnlich und einzigartig, aber ich muss sagen, dass ich jetzt auch wieder Lust bekommen habe, die nächsten Teile von „Throne of Glass“ zu lesen, weil ich von einer Freundin weiß, dass sich dort auch noch einiges tun wird ;).

 

Wichtige Anmerkung:

Ich habe auch bereits den zweiten Teil „Das Reich der sieben Höfe-Flammen und Finsternis“ gelesen. Jeder sagt, dass der zweite Band noch besser ist als der erste, aber ich wollte mir davon mein eigenes Bild machen. Ich muss sagen, ich kann es verstehen, warum alle dieser Meinung sind. Ich konnte auch Band zwei wieder nicht aus der Hand legen, und obwohl er 300 Seiten länger ist, war ich erneut wieder schnell damit fertig. Ich kann wirklich nur den Hut vor Sarah J. Maas und ihren ganzen Ideen bezüglich dieser Reihe ziehen. Eine Sache hat mich ganz besonders überrascht, aber ich finde sie einfach nur großartig :D! Trotzdem habe ich aber auch mit einigen mitgelitten :(. Bei diesem Teil habe ich einmal auch feuchte Augen bekommen, aber als ich noch zehn Seiten zu lesen hatte, ist der Damm völlig gebrochen und ich habe geweint wie sonst was (Sara und Stefanie können es anhand der Sprachnachrichten bestätigen)!

So, aber nun zu dem, was wirklich noch wichtig zu wissen ist. Der dritte Teil der Reihe „A Court of Wings and Ruin“ ist derzeit nur auf englisch erschienen. Ich hoffe so sehr, dass wir im Frühjahr 2018 mit Teil drei rechnen können, aber es steht leider noch nichts fest. Außerdem wird, soweit ich weiß, die Geschichte von Feyre mit dem dritten Band zu Ende sein. Es wird aber insgesamt sechs Teile geben, also werden wir wohl in Band vier, fünf und sechs einen neuen Protagonisten/ eine neue Protagonistin haben, den/die man vielleicht schon kennt oder nicht. Dazu steht leider auch noch nichts wirklich fest.

Einen wirklichen tollen Booktrailer solltet ihr euch zu „Das Reich der sieben Höfe-Dornen und Rosen“ nicht entgehen lassen!

 

Als Fazit lässt sich sagen: Sarah J. Maas entführt den Leser in eine einzigartige High Fantasy Welt, mit Geheimnissen, Offenbarungen und einer unglaublich intensiven, aber auch so schönen Geschichte, dass man nicht aufhören kann, weiterzulesen. Aus der Sicht von Feyre lernt man die Welt, die Traditionen und Sitten der Fae kennen und erfährt, was es wirklich heißt, für sich einzustehen und die Welt zu retten. Jeder Fantasy-Fan MUSS dieses Buch gelesen habe, denn es ist ebenso ergreifend wie unglaublich!

 

Lieblingszitate (es gibt definitiv noch mehr, auch gerade aus dem zweiten Band):

  • „Soll ich dich herumführen?“ „Nein danke“, presste ich hervor und versuchte, mich hastig und ungelenk um ihn herumzuschieben. Er trat mir in den Weg und kam mir dabei so nah, dass ich unwillkürlich einen Schritt zurückwich. „Ich sitze schon den ganzen Morgen im Haus. ich brauche etwas frische Luft.“ Und du bist so unbedeutend, dass du nicht weiter störst. „Ich finde mich schon zurecht“, sagte ich und versuchte wieder, ihm unauffällig auszuweichen. „Ihr wart … schon großzügig genug.“ Ob er mir meine Worte abnahm? Ein schiefes, irgendwie unangenehmes Lächeln zeigte mir, dass er es nicht gewohnt war, zurückgewiesen zu werden. „Hast du irgendein Problem mit mir?“ „Nein“, sagte ich ruhig und trat durch die Gartentür. Er stieß ein Schnauben aus. „Ich werde dich nicht töten, Feyre. Ich halte meine Versprechen.“ (…) „Ihr tötet mich nicht, schön und gut. Aber was ist mit Verletzen, mit Folter? Und vielleicht gibt es noch andere Paragrafen in diesem Vertrag, die Lucien – oder allen anderen hier – gewisse Freiheiten einräumen.“ „Sie haben Befehl, dich nicht anzurühren.“ „Trotzdem sitze ich immer noch in Eurem Reich fest, weil ich ein Gesetz gebrochen habe, von dem ich nichts wusste. Warum war Euer Freund überhaupt an jenem Tag in diesem Wald? Ich dachte, der Vertrag verbietet Eurem Volk das Betreten unserer Länder.“ Er starrte mich wortlos an. Vielleicht war ich zu weit gegangen, hatte ihn zu sehr herausgefordert.  Vielleicht wusste er, warum ich diese Frage stellte. „Dieser Vertrag“, sagte er leise. „verbietet uns gar nichts, außer euch zu Sklaven zu machen. Die Mauer ist ein Ärgernis, aber wenn wir es darauf anlegten, könnten wir sie mit einem Fingerschnippen niederreißen und euch alle vernichten.“

 

  • Tamlin schüttelte den Kopf. „Du lässt dich also von Lucien zu Jagdausritten einladen und …“ „Lucien“, unterbrach ich ihn sanft, aber nicht zu sanft, „gibt auch nicht vor, ein anderer zu sein als der, der er ist.“ „Was soll das nun wieder heißen?“, knurrte er, aber seine Krallen blieben eingezogen, auch wenn er seine Hände zu Fäusten ballte. Ich befand mich definitiv auf gefährlichem Grund, aber das war mir egal. Auch wenn er meine sichere Zuflucht bot, hieß das noch lange nicht, dass ich mich ihm zu Füßen werfen musste. „Es soll heißen“, sagte ich mit der gleichen kalten Sanftheit, „dass ich dich nicht kenne. Ich weiß nicht, wer du bist, oder was du in Wirklichkeit bist. Und ich weiß auch nicht, was du willst.“ „Es soll heißen, dass du mir nicht traust.“ „Wie kann ich einem Fae trauen? Bereitet euch das Quälen und Töten von Menschen etwa kein Vergnügen?“ Sein Schnauben brachte die Kerzenflammen zum Flackern. „Du bist ganz und gar nicht so, wie ich es von einem Menschen erwartet habe, das kannst du mir glauben.“

 

  • Eines Tages. Eines Tages wird es eine Antwort auf alles geben“, sagte er leise, ließ meine Hand los und trat zurück. „Aber erst, wenn die Zeit reif ist. Erst, wenn keine Gefahr mehr besteht.“ Die Dunkelheit verschleierte sein Antlitz, aber der Ton seiner Stimme sagte mir, dass in seinen Augen Bitterkeit stand. Er ging und ich holte tief Atem. Erst jetzt merkte ich, dass ich die Luft angehalten hatte. Und erst jetzt, da er fort war, merkte ich, wie sehr ich mich nach seiner Wärme und seiner Nähe sehnte.

 

  • „Es ist vermutlich leichter für dich, wenn ich weg bin“, sagte ich und wandte den Blick ab. „Wer will schon jemanden in seiner Nähe haben, der so mit Dornen gespickt ist wie ich.“ „Mit Dornen?“ „Stachelig. Widerborstig. Scharfzüngig. Unberechenbar.“

 

 Ich hoffe, dass euch der Blogbeitrag heute gefallen hat und ihr euch die Reihe in Zukunft unbedingt angucken werdet :).

Bis in zwei Wochen,

 

Eure Leah ;).

 

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