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Nicola Yoon, geboren 1972, ist auf Jamaica und in Brooklyn groß geworden. Mittlerweile lebt sie mit ihrem Mann, der das Artwork zu ihrem Buch gestaltet hat, und der gemeinsamen Tochter in Los Angeles. Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt ist ihr literarisches Debüt.

Hallo alle zusammen,

am 22.06.2017 kommt der Film „Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt“ in die deutschen Kinos. Hierbei handelt es sich um eine Buchverfilmung, weshalb drei Freundinnen von mir und ich beschlossen haben, das Buch zu lesen, bevor wir zusammen in den Kinofilm gehen :). Ich hätte das Buch nie gelesen, wenn mir Sara nicht den Trailer des Films gezeigt hätte (vielen Dank nochmal an dich!). Ausschlaggebend war für mich dabei nicht nur die Story, die mich natürlich auch interessiert hat, sondern auch der Schauspieler Nick Robinson. Er spielt nämlich die männliche Hauptrolle (sieht dabei auch noch ziemlich gut aus ;). Ich habe schon einige Filme mit dem Schauspieler gesehen und bin ein großer Fan von ihm! Was ich zu dem Buch sage, erfahrt ihr wie immer in der Rezension :).

 

Zum Inhalt:

Die 17-jährige Madeline war noch nie in ihrem ganzen Leben außerhalb ihres Hauses. Sie leidet an einem seltenen Immundefekt, durch den sie nicht nach draußen gehen kann. Alles mögliche könnte einen Anfall auslösen, der tödlich endet. Aus diesem Grund lebt sie allein mit ihrer Mutter und ihrer Krankenschwester Carla zuhause. Jeder Tag ist gleich. Sie kann nicht das erleben, was für andere Jugendliche alltäglich ist. Auch wenn sie mit ihrer Mutter Filme-oder Spieleabende macht, ersetzen diese nicht ihre Einsamkeit. Der Schulunterricht findet bei ihr zuhause statt, und nur selten kommt mal ein Lehrer vorbei, denn alle Besucher müssen vorher in eine Luftschleuse, um sie zu besuchen zu können. Und auf einmal ändert sich alles in Madelines Leben. In dem Haus nebenan zieht eine vierköpfige Familie ein, unter anderem ein Junge namens Olly. Er zieht sie unglaublich an, macht sie neugierig, und Madeline würde nichts mehr wollen, als ihn kennenzulernen. Nach einer Weile schreiben sie sich per Mail, und dieser tägliche Kontakt zu Olly ist für sie etwas ganz Besonderes. Doch irgendwann reicht das nicht mehr. Madeline will ihm einmal richtig gegenüberstehen. Durch ihn fängt sie an nachzudenken, zu lachen und einfach mal sozialen Kontakt zu haben. Die Tage bekommen etwas Licht in der Dunkelheit. Und das nur wegen Olly. Madeline hat vor, die ganze Welt zu sehen, etwas zu erleben und nicht mehr einfach zuhause rumzusitzen, um die Tage buchstäblich zu zählen. Und dafür ist sie bereit, alles zu opfern. Auch ihr Leben.

 

Zu den Charakteren:

Madeline, auch nur Maddy genannt, kann durch ihre Krankheit nicht das Leben leben, wie die vielen anderen Millionen Menschen. Sie liest unglaublich gerne und hat Bücher auch schon so oft gelesen, dass sie es nicht mehr zählen kann. Maddy mag Innenarchitektur gerne. Sie erstellt Modelle, die von ihrem Lehrer bewertet werden. Carla ist für sie wie eine Art beste Freundin. Schon ihr ganzes Leben kennt sie Maddy und steht ihr als Krankenschwester und Freundin zur Seite. Das Alleinsein ist Maddy so bekannt, wie das Atmen. Durch einen Unfall sind ihr Vater und ihr Bruder gestorben, weshalb es nur noch sie und ihre Mutter gibt. Maddy zählt die Tage, die an ihr so vorüber gehen, denn alles ist immer gleich.

Olly zieht in das Haus neben Maddy ein und ist das, was sie eigentlich auch sein sollte: ein normaler Teenager, der auch mal nach draußen gehen kann, ohne Angst zu haben, dass etwas Schlimmes mit ihm passieren könnte. Ollys Lieblingsfarbe ist schwarz, weshalb er auch immer Klamotten in dieser Farbe trägt. Er ist sehr sportlich, denn er klettert an Hauswände hoch und macht Parkour. Durch ihn fühlt sich Maddy wieder lebendiger und will plötzlich das ganze Leben außerhalb ihrer vier Wände entdecken. Er inspiriert sie dazu und hat auch noch eine, wie ich finde, sehr humorvolle und tolle Art. Ich mochte seinen Charakter am meisten :).

Maddys Mutter mochte ich am Anfang, in der Mitte und zum Ende des Buches nicht. Und das wird sich auch nicht ändern, dessen bin ich mir sicher. Ihr Charakter war mir von dem ersten Mal, als er auftaucht, unsympathisch, und ich fand es schrecklich, wie sie manchmal mit Maddy über gewissen Dinge geredet hat. Manche mögen sie vielleicht mehr und können sich besser in ihre Lage hineinversetzten als ich, aber für mich war das unmöglich.

 

Zum Buch:

Das Buch lässt sich wirklich unglaublich schnell und leicht lesen. Es ist nicht allzu dick und manchmal hat ein Kapitel auch nur ein paar Sätze. Das Buch unterscheidet sich nicht nur durch die außergewöhnliche Story, sondern auch durch die Aufmachung von anderen, denn für den Leser gibt es nicht nur Text, der gelesen wird. Zwischendurch sind auf den Seiten auch Zeichnungen, Tabellen und noch anderes, was das Lesen nochmal anders macht. Der Schreibstil ist total unkompliziert und für jeden einfach. Es ist auch das erste Buch, das ich nicht alleine, sondern mit anderen zusammen gelesen habe, und es hat wirklich Spaß gemacht, sich zwischendurch mal auszutauschen. Natürlich gerade dann, wenn das Buch zu Ende ist :). Ab einer bestimmten Stelle war ich eigentlich nur noch am Verzweifeln und alles war für mich nur noch sch…. (jeder kann sich jetzt denken, was ich sagen will ;)). Aber trotzdem will man deshalb auch unbedingt weiterlesen und mehr über Maddys als auch Ollys Geschichte erfahren. Ich hatte während des Lesens eine Vermutung, die sich auch bewahrheitet hat, aber was genau das war, müsst ihr selbst herausfinden :D. Obwohl ich das Buch alles in allem wirklich super gerne gelesen habe, gibt es von mir auch einen Kritikpunkt: Das Ende war für mich, gerade wegen der vielen Ereignisse, die zum Schluss noch kommen, viel zu schwammig. Zwei bis drei Kapitel oder ein Epilog wären in meinen Augen definitiv notwenig gewesen. Es wird zwar eine Sache erläutert, durch die man das Ende, wie es ist, auch sehen kann, aber ich bin eher ein Fan von Büchern, die sowas nicht haben. Eine Freundin von mir fand das Ende auch perfekt, also wie immer ist das Ganze Geschmacksache :). Ich bin wirklich sehr auf den Kinofilm gespannt. Wie die Story umgesetzt und ob das Ende übernommen wurde. Nick Robinson ist auf jeden Fall die perfekte Besetzung für Olly :D.

 

Ich hab euch hier einmal den Buchtrailer und Kinotrailer verlinkt. Beides lohnt sich!

Ich persönlich habe bei dem Kinotrailer schon einen Heulanfall bekommen :).

 

Als Fazit lässt sich sagen: „Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt“ ist definitiv die perfekte Sommerlektüre, die man nicht nur schnell durchlesen kann, sondern die auch eine außergewöhnlich Story zu bieten hat, bei der man als Leser nicht abwarten kann, weiterzulesen.

 

Lieblingszitate:

 

  • „Wer nichts bedauert, hat nicht gelebt.“

 

  • Am Anfang war nichts. Und dann war alles.

 

  • Alles ist anders und doch ist alles wie immer. Ich bin immer noch Maddy. Olly ist immer noch Olly. Aber wir sind jetzt irgendwie mehr. Ich kenne ihn auf ganz neue Weise. Und ich fühle mich auch von ihm erkannt.

 

  • Du existierst nicht, wenn dich keiner sehen kann.

 

Hoffentlich hat euch der heutige Eintrag gefallen :).

Bis in zwei Wochen,

 

Eure Leah 😉

 

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