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J. Lynn ist das Pseudonym der amerikanischen Bestseller-Autorin Jennifer L. Armentrout. Sie schrieb international sehr erfolgreiche Young-Adult-Romane, bevor sie sich mit ihren New-Adult-Romanen, beginnend mit »Wait for You«, endgültig an die Spitze der Bestsellerlisten schrieb. Sie lebt in Martinsburg, West Virginia.

Halle alle zusammen,

wer den Blog schon kennt weiß, dass ich die „Wait for you-Reihe“ von J. Lynn (ein Pseudonym von Jennifer L. Armentrout) lese und sie mir sehr gut gefällt :). Die Rezensionen zum ersten Band Wait for youund zum dritten Be with mesind auch bereits online. Wer sich fragt, warum ich den zweiten Band übersprungen habe: Das liegt daran, dass dieser die Geschichte des ersten Teils aus einer anderen Sicht erzählt. Also da erfährt man nichts Neues. Ich mag solche Bücher immer gerne, aber ich lese sie meistens, wenn es schon länger her ist, dass ich die Geschichte gelesen habe und sie somit nochmal etwas anders erzählt wird. Auf jeden Fall stand ich mal wieder vor meinem Bücherregal und habe mich gefragt, welches New Adult Buch ich lesen könnte. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich schon länger nichts mehr von der „Wait for you-Reihe“ gelesen habe. Also habe ich zum vierten Band „Stay with me“ gegriffen ;).

 

Wenn ihr die bisherigen Bände noch nicht gelesen habt, solltet ihr die Rezension nicht lesen, denn es gibt Spoiler zu den Konstellationen der bekannten Charaktere. Die richtige Reihenfolge steht bei der Rezension zu Wait for you“.

 

Vielen Dank an den Piper-Verlag, der mir die komplette „Wait for you-Reihe“ zugeschickt hat!

 

Zum Inhalt:

Alle haben das, wovon Calla eigentlich träumt: Eine Beziehung. Durch einen Unfall besitzt sie nicht nur eine Narbe auf ihrer linken Gesichtshälfte, sondern auch an ihrem kompletten Oberkörper. Dahinter versteckt sie sich und trägt jeden Tag viel Make-Up auf, damit ihre Narbe im Gesicht nicht auffällt. Was ihr in der Vergangenheit alles passiert ist, hat sie vergessen. Eigentlich. Als sie eines Tages erfährt, dass ihre Sparkonten leer geräumt wurden und hinter ihrem Namen 100.000 Euro Schulden stecken, wird ihr sofort bewusst, dass sie ein Riesenproblem hat. Das Geld, welches sie gespart hat, war nämlich eigentlich dazu gedacht, ihre Zukunft zu sichern. Für ihr Studium, ein Auto und noch andere Dinge. Aber das hat sich wohl erledigt. Sie weiß, dass nur ihre drogenabhängige Mutter dahinter stecken kann. Also fährt sie in ihren Heimatort Plymouth, um ihre Mum zu fragen, was das Ganze eigentlich soll. Als Calla in der Bar, die ihrer Mutter Mona gehört, ankommt, muss sie jedoch leider feststellen, dass diese verschwunden ist. Der Barkeeper Jax möchte ihr helfen, und als hätte Calla nicht schon genug Probleme, macht dieser ihr deutlich, dass er Zeit mit ihr verbringen möchte. Aber sie weiß nicht, was sie davon halten soll, denn mit sowas hat sie erstens überhaupt keine Erfahrungen und zweitens könnte Jax mit seinem Aussehen jedes Mädchen haben. Und keine Calla mit ihren offensichtlichen Narben, durch die sie sich verunstaltet fühlt. Doch bevor sie darüber nachdenken kann, tauchen Männer auf, die mit Callas Mutter noch eine Rechnung offen haben und sich rächen wollen.

 

Zu den Charakteren:

Calla hat mit ihren 21 Jahren noch nie eine Beziehung gehabt, obwohl sie sich das schon länger wünscht. Ihre Narben hemmen sie sehr, aus sich rauszukommen, weil sie sich selbst als hässlich bezeichnet. Aber ich muss sagen, dass ihr Charakter ziemlich toll ist. Ihre Gedanken mit dem Touch von Humor konnten mich an mehreren Stellen gut unterhalten. Und sie ist auf jeden Fall niemand, der auf den Kopf gefallen ist. Auch, wenn Calla sich selbst nicht so sieht, finde ich schon, dass sie stark und selbstbewusst ist. Ihre Charakterentwicklung vom Anfang bis zum Ende war schön mitzuverfolgen. Über ihre Vergangenheit und ihre Familie redet Calla gar nicht. Auch ihre besten Freunde wissen nicht, was sie schon alles durchgemacht hat. Aber als Jax in ihr Leben tritt, kommt sie mit ihren Geheimnissen und Lügen nicht mehr weit. Ich mochte Jax total gerne. Er ist sehr selbstgefällig und weiß ganz genau, wie der Hase läuft. Seine Direktheit wird schon sofort deutlich, als er das erste Mal auftaucht, aber es macht ihn als Charakter nicht unsympathisch. Ganz im Gegenteil. Jax interessiert sich von Anfang an für Calla und weiß genau, wie er auf sie wirkt und was er tun muss, um ihre Aufmerksamkeit zu bekommen. Er hat einen ziemlich ausgeprägten Beschützerinstinkt, aber warum dies der Fall ist, erfährt man später im Buch.

 

Was ich wirklich einfach absolut genial fand, war das Auftreten von Cam, Avery, Jase und Teresa. Zu wissen, was sie in den vorherigen Büchern durchgemacht haben, und sie dann zusammen zu erleben, war  einfach perfekt :D! Dabei kann der Humor natürlich nicht fehlen.

 

Zum Buch:

Genau wie die vorherigen Teile konnte mich „Stay with me“ wieder mal überzeugen :)! Das war zwar bei jedem Buch von Jennifer L. Armentrout bzw. J. Lynn schon der Fall, aber als ich das Buch angefangen habe, war ich etwas skeptisch, ob es mir gefallen würde. Das lag daran, dass man durch den Klappentext wusste, dass wohl ein Touch des Thriller-Genres dabei sein wird. Aber die Liebesgeschichte wurde deswegen nicht in den Hintergrund gestellt. Zum Glück ;). Die Autorin spricht hier das Thema Drogen sehr direkt an und auch, welche Konsequenzen der Umgang damit haben kann. Sowohl für einen selbst, als auch für Menschen, die einem nahe stehen. Diese Materie wird auf jeden Fall gut und anschaulich dargestellt. Das Buch lässt sich in einem Rutsch durchlesen und hat, wie immer, einen lockeren, flüssigen Schreibstil. Ich war ziemlich schnell damit durch, weil es an Spannung auch nicht fehlt. Bis jetzt ist zwar „Be with me“, also der dritte Band, mein Lieblingsteil, aber deswegen fand ich „Stay with me“ auf keine Fall schlecht. Sonst hätte ich ihn nicht so schnell durchgelesen ;). Zum Schluss gibt es noch zwei Zusatzkapitel, die für mich alles perfekt gemacht haben. Worum es da geht, müsst ihr aber selbst herausfinden. Ich freue mich definitiv auf den nächsten Teil und bin schon gespannt, was mich da erwarten wird :D.

 

Als Fazit lässt sich sagen:

Wenn euch die bisherigen Teile der „Wait for you-Reihe“ gefallen haben, werdet ihr „Stay with me“ ebenfalls lieben! Der gewohnte, tolle Schreibstil, die Liebesgeschichte, sowie die Spannung kreieren eine super Story!

 

Lieblingszitate (Es gibt noch ein paar mehr):

 

  • „Du kennst mich nicht einmal.“ „ Ist das nicht gewöhnlich der Sinn der Sache, wenn man etwas zusammen trinken geht? Sich besser kennenlernen?“  Ich war sprachlos. „Wir haben uns doch erst vor ein paar  Minuten kennengelernt.“ „Das habe ich dir schon erklärt. Aber ich werde dir noch was  erklären. Wenn ich etwas will, dann verfolge ich dieses Ziel. Für  alles andere ist das Leben verdammt noch mal zu kurz (…).“
  • „(…) Ich bin einfach nicht dein Typ.“ „Woher willst du wissen, was mein Typ ist?“, fragte er, scheinbar ehrlich neugierig. Fast hätte ich die Augen verdreht. „Ich weiß es. Vertrau mir. Und das ist okay. Du bist nett, und ich weiß zu schätzen, was du alles für mich getan hast und noch tust, aber das hier, das wird nicht passieren. In Ordnung? Hast du das kapiert?“ Er starrte mich einen Moment an. Es wirkte, als wolle er weiter nachhaken, doch dann nickte er stattdessen langsam. „Kapiert“, sagte Jax. Und dann grinste er. Ich hatte nicht das Gefühl, dass er es wirklich kapiert hatte.
  • „Ich halte es für keine gute Idee, dass wir im selben Bett schlafen. Ich meine, das ist wirklich keine gute Idee.“ Er zog eine Augenbraue hoch. „Fast alles, was Spaß macht, ist eigentlich keine gute Idee.“

 

Bis zum nächsten Mal,

 

Eure Leah

 

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