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Lesen war schon immer Ruthie Knox‘ große Leidenschaft. Mit ihren romantischen Büchern hat sie sich innerhalb kürzester Zeit einen Namen gemacht.

Hallo alle zusammen,

nachdem ich zu der Shatter-me-Reihemeine erste Reihenvorstellung geschrieben habe und dadurch viele von euch auf die Bücher aufmerksam geworden sind, habe ich mir vorgenommen, das definitiv öfter zu machen :). Es ist zwar schon mehr Arbeit, aber es macht trotzdem sehr viel Spaß, die Geschichte nochmal Revue passieren zu lassen. Deshalb erwartet euch heute auch die nächste Reihenvorstellung, dieses Mal allerdings zu einer Dilogie aus dem New Adult-Genre. Um „Caroline&West“ von Ruthie Knox bin ich ziemlich lange herumgeschlichen, und an einem Sonntag habe ich mir mal die Leseprobe zum ersten Teil durchgelesen. Was soll ich sagen… Danach wollte ich das Buch sofort bei mir Zuhause haben ;). Der Anfang hat mich so gepackt, dass ich gar nicht mehr lange warten wollte, um es zu lesen. Was euch in dieser Dilogie erwartet, erfahrt ihr in deser Reihenvorstellung.

Ein großes Dankeschön an die Verlagsgruppe Bastei Lübbe, die mir beide Bücher zugeschickt hat!

 

Zum Inhalt:

Als die 19-jährige Caroline Piasecki mit ihrem Freund Schluss macht, denkt sie, dass die beiden im Guten auseinander gegangen sind. Aber da hat sie sich gewaltig getäuscht. Als Rache dafür setzt er intime Fotos von ihr ins Internet, und das verändert alles in Carolines Leben. Ihr großer Traum, einmal Anwältin zu werden, steht von nun an auf der Kippe. Seitdem verbringt sie ihre Zeit hauptsächlich damit, im Internet nach diesen Fotos zu suchen, um die Inhaber der Homepage darüber zu informieren, dass diese sie löschen müssen. An ihrer Uni hat das jeder mitbekommen, wodurch Caroline sich gar nicht mehr traut, irgendetwas zu machen oder zu sagen. Die Tage sind für sie immer gleich. Sie will eigentlich von der Bildfläche verschwinden, und was Caroline da am allerwenigsten gebrauchen kann ist jemand, der sehr bekannt ist, sowie Gerüchten zufolge auch noch ein Drogendealer. Aber genau so jemand ist West Leavitt. Und Caroline hat bei ihm zum ersten Mal das Gefühl, dass sie sie selbst sein kann. Er verurteilt sie nicht. Er gibt ihr das Gefühl, eine normale Studentin zu sein. Und Caroline ist schon, seit sie ihn das erste Mal gesehen hat, von ihm fasziniert. Als die beiden sich immer öfter sehen, stellen sie aber definitiv klar, dass mehr als nur Freundschaft zwischen ihnen nicht sein kann. Aber ihre Gefühle sprechen da eine ganz andere Sprache. Caroline und West müssen jedoch feststellen, dass Gefühle manchmal leider nicht ausreichen. Wests Vergangenheit ist ein einziges Geheimnis. Er redet nie darüber und will das auch nicht, weil sie ihn an das erinnert, was in seinem Leben schon alles passiert ist. Caroline merkt, dass ihre eigenen Probleme nicht die einzigen bleiben werden, und sie muss versuchen, um West zu kämpfen, denn dieser hat damit wohl aufgehört. Aber das ist eine Herausforderung, die sich als viel schwieriger herausstellt, als Caroline je gedacht hätte, denn wie soll man jemanden retten, der nicht gerettet werden will?

 

Zu den Charakteren:

Caroline ist in guten Verhältnissen aufgewachsen und hat zwei Schwestern, wobei sie von den Geschwistern diejenige ist, die immer Argumente in einer Diskussion darlegt, anstatt wie einer ihrer Schwestern immer zu weinen. Wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum sie Anwältin werden möchte. In ihrer jahrelangen Beziehung mit ihrem Freund Nate hat sie eigentlich immer das gemacht, wodurch Caroline ihn glücklich machen konnte. Und sie hat ihm vertraut. Aber das ist wohl der schlimmste Fehler in ihrem ganzen Leben. Als sie Nate erlaubt hat, von ihr intime Fotos zu machen, konnte sie nicht ahnen, dass er diese einmal gegen sie verwenden wird. Und er streitet auch noch ab, die Fotos ins Internet gestellt zu haben, und erzählt allen, dass Caroline es selber war, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Eine schlimmere Demütigung kann es wohl nicht geben. Die gemeinsamen Freunde der beiden haben sich natürlich auf Nates Seite gestellt, und außer ihrer besten Freundin Bridget hat sie niemanden mehr. Bis eines Tages West eine viel größere Rolle in Carolines Leben spielt, als sie je gedacht hätte. Sie hat das Gefühl, dass man ihm vertrauen kann und er gibt ihr das Gefühl, eben nicht jemand zu sein, der nur nach Aufmerksamkeit strebt, und er glaubt auch nicht, dass sie die Bilder ins Internet gestellt hat. Doch von einem angeblichen Drogendealer und damit einem sehr bekannten Studenten am Campus sollte Caroline definitiv die Finger lassen. Und auch West hat seine Gründe, ein Mädchen wie Caroline nicht in sein Leben zu lassen. Aber die beiden merken, dass, je mehr sie über den anderen wissen, sie sich mehr zu ihm hingezogen fühlen. Aber Caroline weiß nicht, dass Wests Vergangenheit eigentlich das ist, was die beiden voneinander trennt. Und das es manchmal nicht reichen kann, jemanden nur zu lieben.

Zum Schluss der Charakterbeschreibung muss ich einfach sagen, dass ich wirklich schon sehr sehr lange keinen Charakter hatte, den ich so gehasst habe wie Wests Mutter. Wie man so egoistisch sein und alle um einen herum im Stich lassen kann, ist mir ein Rätsel. West muss wirklich mehrere Bürden tragen, und ihn beschreiben die Wörter uneigennützig und aufopfernd wirklich am besten.

 

Zu den Büchern:

Wie schon erwähnt, habe ich nach der Leseprobe zu „Caroline & West – Überall bist du“ (Band 1) das Gefühl gehabt, dass dieses Buch einfach nur gut sein kann. Und es war auf jeden Fall mehr als gut. Man ist schon am Anfang sofort in der Geschichte drin. Der Schreibstil war einfach sonderbar, aber nicht negativ gemeint. Ganz im Gegenteil. Ich kann das nicht wirklich erklären, weil ich noch kein Buch mit so einem Schreibstil gelesen habe. Die Spannungen zwischen Caroline und West hat die Autorin Ruthie Knox einfach grandios umgesetzt, und ich konnte das Buch wirklich nur sehr schwer aus der Hand legen. Es war wirklich unglaublich fesselnd. Sowohl Teil eins als auch Teil zwei sind abwechselnd aus der Sicht von Caroline und West geschrieben, wodurch man gerade über West Charakter viel erfahren kann. Es gibt zwischendurch immer mal wieder einzelne Rückblenden, wodurch man gerade West und seine Vergangenheit kennenlernt. Denn diese wird definitiv zum Knackpunkt der ganzen Geschichte. Die Kapitel im ersten Buch sind in Monate aufgeteilt, und am Anfang bekommt man eine Art Rückblick über das, was in dem kommenden Kapitel eine große Rolle spielen wird. Als ich Teil eins beendet habe, wusste ich nicht, was mich im kommenden Band erwarten wird. Das Ende war… Naja, sagen wir mal so: Ich war schon froh, dass ich den nächsten Teil „Caroline & West – Lass mich nie mehr los“ zu Hause hatte :). Ich habe diesen direkt im Anschluss gelesen und mich in den ersten 100 Seiten gefragt: Was ist denn jetzt bitte da los? Ich war wirklich sehr am Verzweifeln und konnte mir nicht erklären, was da alles passiert ist. Zum Inhalt kann ich euch natürlich nicht viel verraten, da es ja ein Folgeband ist, aber was ihr wissen solltet, ist, dass Caroline eine sehr große Charakterentwicklung hinter sich hat und deswegen der inhaltliche Schwerpunkt im zweiten Band ein anderer ist als im ersten. Zwischendurch fand ich das zweite Buch etwas langatmig, aber es ist natürlich, gerade nach Buch eins, lesenswert. Was noch wichtig zu erwähnen ist: Am Ende von Teil eins gibt es eine Anmerkung der Autorin. Denn was Caroline widerfahren ist, nennt sich „Revenge Porn“ oder auch „Rachepornografie“. Sie erklärt diese Thematik dort und macht auch auf einige, wie ich finde, echt üble Dinge aufmerksam, die damit zu tun haben. Also man sollte diese Anmerkung auf jeden Fall lesen. Dieser Themenbereich ist auf jeden Fall nichts, was man mal eben so lesen kann, und auch Wests Vergangenheit bringt einiges mit sich, wobei man zwischendurch mal schlucken muss. Die komplette Geschichte rund um Caroline und West bringt einiges mit sich, was mich beeindruckt hat, mir aber auch an die Nieren gegangen ist. Aber trotzdem ist es eine absolute Leseempfehlung von mir! 🙂

 

Als Fazit lässt sich sagen: Wenn ihr New Adult Romane mögt, die eine etwas andere Thematik haben, als vielleicht die meistens Bücher, und besondere Schreibstile liebt, sowie spannende Charaktere, die einen mitfühlen lassen, dann solltet ihr die „Caroline & West“ – Dilogie unbedingt lesen!

 

Lieblingszitate (es gibt noch sehr viele mehr):

  • Ich schaue hoch zu West. Ich fühle mich verachtet und machtlos, und es ist so frustrierend, dass er mich so sieht – dass er so aufmerksam hinschaut und wirklich sieht, was ich niemanden sehen lassen will. Dass ich kurz davor bin zu zerbrechen. Die ganze Zeit.

 

  • „Warum?“ „Damit du einen verdammt guten Grund hast, dich von mir fernzuhalten.“ „Ja, schon klar, aber ich verstehe nicht, wieso. Und versuch ja nicht , mit irgendwelchen Müll darüber zu erzählen, dass ich reich bin und du arm, oder dass du zu edel bist oder so was.“ (…) „Ich bin nicht edel.“ „Was bist du dann?“ (…) „Ich bin verdammt egoistisch, okay? Ich habe Pläne für die Zukunft, und du bist nicht dabei. Und du wirst auch nie dabei sein, Caro, also ist es für mich einfach besser, mich von dir fernzuhalten, damit ich mich auf das konzentrieren kann, was wichtig ist.“

 

  • Ich hatte noch nicht gelernt, dass einem, wenn das ganze Leben nur Schein ist, nichts Echtes passieren kann. Wenn man sich mit Lügen umgibt, fängt alles Echte an zu zerbrechen.

 

  • Was ist, wenn du der Liebe deines Lebens folgst und sie dich ruiniert? Was ist, wenn du es nicht tust und dann merkst, dass du schon ruiniert bist?

 

  • Hier war nur West, der sich eingeredet hat, er könnte niemals zu mir zurückkommen. Es gäbe nie mehr die Möglichkeit, dass wir zusammen sind. West, der beschlossen hat, es wäre besser für mich, wenn er mich gehen ließe.

 

  • „Weißt du, was mir klar geworden ist?“, frage ich. „Dass nur ich entscheide, was meine Handlungen bedeuten. Nur ich bestimme, wie ich mich damit fühle, wer ich bin und was ich getan habe. Ich definiere, was ich akzeptiere und was nicht. Und das gilt auch für dich. Du bist für dein Leben verantwortlich.“

 

 

Hoffentlich hat euch die nächste Reihenvorstellung gefallen :).

Bis in zwei Wochen,

 

Eure Leah

 

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