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Penelope Ward ist eine New-York-Times-, USA-Today- und Wall-Street-Journal-Bestsellerautorin. Sie ist in Boston mit fünf Brüdern aufgewachsen und arbeitete als Nachrichtensprecherin beim Fernsehen, bevor sie sich eine familienfreundlichere Karriere suchte. Penelope liebt New-Adult-Romane, Kaffee und ihre Freunde und Familie. Sie ist stolze Mutter zweier Kinder und lebt in Rhode Island.

Hallo alle zusammen,

wer meinen Blog schon länger verfolgt, wird die Rezension zum ersten Teil der „Dark Love-Trilogieschon gelesen habe. Ich habe nach einer Geschichte gesucht, die in diese Richtung geht und bin dabei auf „Stepbrother Dearest“ von Penelope Ward gestoßen. Auch, wenn ich die Autorin nicht kenne, gehört sie zu den New-York-Times-,USA-Today-und Wall-Street-Journal-Bestseller-Autorinnen. Ihr Buch ist auch ein New-York-Times-Bestseller und im Goldmann-Verlag erstmals auf Deutsch erschienen. Als ich das Buch von der Verlagsgruppe Randomhouse zugeschickt bekommen habe – auf jeden Fall vielen Dank dafür – habe ich noch am gleichen Tag angefangen, es zu lesen.

Zum Inhalt:

Gretas Mutter hat nach dem Tod ihres Vaters einen neuen Mann kennengelernt, und so lebt sie mit ihrer Tochter bei ihm in Boston. Randy, der neue Mann, hat jedoch einen Sohn, der für das Abschlussjahr an der Highschool zu ihnen ziehen wird, da seine Mutter eine zeitlich befristete Stelle als Dozentin in einer Londoner Kunstgalerie angenommen hat. Greta hat ihren Stiefbruder Elec noch nie gesehen und somit auch nicht kennengelernt. Sie freut sich auf ihn. Jedoch wird das alles zunichte gemacht, als Elec durch die Tür ins Haus kommt. Er ist von sich selbst überzeugt, rebellisch, unfreundlich und kann niemanden leiden. Sein Verhältnis zu seinem Vater ist auch ziemlich schlecht und eine Besserung der Situation ist nicht in Sicht, denn auch Randy ist nicht gut auf seinen Sohn zu sprechen. Greta weiß nicht, wie sie sich ihrem Stiefbruder gegenüber verhalten soll, denn auf die nette Art hat sie es versucht und das ging nach hinten los. Ihre Mutter macht ihr jedoch Mut und meint, dass nur sie ihn irgendwie erreichen kann. Auch, wenn Elec manchmal wirklich schrecklich zu seiner Stiefschwester ist, kann er auch mal nett sein und öffnet sich überraschenderweise. Ehe Greta sich versieht, ist Elec nicht nur ihr Stiefbruder, sondern auch der Junge, in den sie sich verliebt hat. Ihre Gefühle bleiben auch nicht einseitig, doch nach einer gemeinsamen Nacht weiß sie, dass Elec von der Bildfläche verschwinden wird. Verletzt und enttäuscht bleibt sie zurück und lebt ihr Leben ohne ihn weiter. Doch das Schicksal ist mit den beiden noch nicht fertig. Nach sieben Jahren kommt es wegen eines Ereignisses in Boston zu einem Wiedertreffen zwischen Greta und Elec. Trotz der vergangenen Zeit kann Greta die Gefühle, die sie immer noch für ihren Stiefbruder empfindet, nicht verleugnen, doch den scheint das nicht zu interessieren. Er hat immer noch die Macht, sie zu verletzen, doch Greta weiß nicht, was das Wiedersehen eigentlich für sie zu bedeuten hat.

Zu den Charakteren:

Die Hauptcharaktere der Geschichte sind natürlich Greta und Elec.

Greta ist nett, lustig und hat eine beste Freundin. Ihr fehlt es an nichts und auch, wenn ihr Vater gestorben ist, ist sie optimistisch und hat eine positive Ausstrahlung. Ihr Leben wird erst auf den Kopf gestellt, als ihr Stiefbruder Elec in ihr Leben tritt. Obwohl sie sich höflich benimmt und einfach nur nett seien will, ist ihm das total egal. Er empfindet es eher nervig als gut gemeint. Er denkt sich immer neue Dinge aus, mit denen er seine Stiefschwester ärgern kann, denn das scheint ihm wohl unheimlich Spaß zu machen. Greta hält davon natürlich überhaupt nichts. Genauso wenig wie von den ständig wechselnden Mädchenbesuchen, die er bekommt. Doch hinter seinen Piercings und den Tattoos versteckt er ein Geheimnis, von dem sie überhaupt nichts ahnt. Als Elec plötzlich wieder zurück in seine Heimat muss, ist Greta am Boden zerstört, denn sie hat sich das alles ein bisschen anders vorgestellt. Eigentlich sollte ihr Stiefbruder doch ein ganzes Jahr bei ihnen bleiben. Nachdem er wieder weg ist, hat er sich in sieben Jahren nur einmal gemeldet. Ein Jahr, nachdem er aus Boston verschwunden ist. Danach gab es keinen Kontakt zwischen den beiden. Und als es unverhofft zu dem Wiedersehen kommt, weiß Greta nicht, ob sie vor Freude oder vor Enttäuschung weinen soll.

Ich muss sagen, dass sowohl Gretas als auch Elecs Charakter für mich im ersten Teil des Buches nicht so greifbar waren, wie bei anderen Büchern. Elec hat mich schon mit seiner unverschämten und direkten Art zum Lachen gebracht und ich mag seinen Charakter sehr, aber komplett hineinversetzen konnte ich mich in die Lage der beiden nicht. Das bedeutet aber nicht, dass mir der erste Teil nicht gefallen hat, aber beim Lesen ist mir das eben aufgefallen. Geändert hat sich das schlagartig, als ich den zweiten Teil des Buches gelesen habe. Da haben mir die Beschreibungen und Gefühle viel besser gefallen. Ich schreibe aber bewusst nichts über den zweiten Teil, da er der längste Teil des Buches ist und ich sonst mehrere Sachen vorwegnehmen würde.

Zum Buch:

Der Schreibstil war im ganzen Buch unkompliziert und flüssig. Zum Ende hin hat sich für mich die Geschichte etwas gezogen, aber so schnell, wie das gekommen ist, ist es auch wieder gegangen. Wie schon erwähnt, ist das Buch in zwei Teile aufgeteilt. Im ersten sind Greta und Elec Jugendliche und lernen sich kennen. Im zweiten sehen sich die beiden nach sieben Jahren wieder. Ich muss gestehen, dass ich am Anfang sehr skeptisch war, ob mir die Zweiteilung gefallen würde, aber im Nachhinein hat sie sich sogar als besser herausgestellt, als gedacht. Dort war alles noch um einiges dramatischer und auch spannender. Die Autorin hat mich dreimal total überrascht und überrumpelt, weil es für mich unvorhersehbar war, was da passiert ist. Aber die Geschichte ist allgemein sehr spannend, weswegen ich auch nach 24 Stunden mit dem Buch fertig war ☺. Man muss bis zum Schluss bangen, welches Ende die Geschichte von Greta und Elec haben wird und manchmal war das schon unerträglich und hat mich verunsichert. Das ist nicht negativ gemeint, weil es ja eigentlich gut ist, wenn etwas nicht direkt vorhersehbar ist ;). Der Stiefgeschwister-Aspekt hat hier nicht eine so große Rolle gespielt, wie in der „Dark Love-Reihe“. Es hätte auch eine Liebesgeschichte ohne diesen Aspekt sein können. An einer Stelle war er schon wichtig, aber im Vergleich zu Tylers und Edens Geschichte nicht sehr.

Als Fazit lässt sich sagen: Wenn ihr sehr spannende New Adult-Geschichten mögt, die die eine oder andere Überraschung parat haben und sehr gut geschrieben sind, dann solltet ihr euch „Stepbrother Dearest“ unbedingt angucken :D.

Lieblingszitate:

  • Zurück in meinem eigenen Bett überlegte ich, welche Ironie es war, dass der einzige Mensch auf der Welt, den ich gern beschützen wollte, ausgerechnet der war, der nichts anderes getan hatte, als mich wegzujagen und einzuschüchtern.
  • Aus den Augen, aus dem Sinn, nicht wahr? Aber das Motto hilft nur für eine gewisse Zeit – bis man gezwungen ist, sich dem zu stellen, wovor man davongelaufen ist. Dann stürzen die mentalen Mauern, die man errichtet hat, um sich dahinter zu verstecken, auf einen Schlag ein.
  • Gretas Mutter: „Elec hat nur kurze Zeit, als die beiden Teenager waren, bei uns gelebt.“ Sie sah mich an. „Ihr beiden seid damals nicht besonders gut miteinander ausgekommen.“ (…) Elec: „Stimmt das, Greta?“ Ich ließ meine Gabel fallen. Greta: „Stimmt was?“ Elec: „Dass wir nicht miteinander ausgekommen sind?“

Bis in zwei Wochen,

Eure Leah

 

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