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Kim Kestner, 1975 in Gifhorn geboren, studierte visuelle Kommunikation und leitete eine Marketing-Agentur, bevor sie mit dem Schreiben begann. Seither veröffentlicht sie erfolgreich Jugendromane. Ihre Zeitrausch-Trilogie wurde als zweitbestes eBook mit dem Lovelybooks-Publikumspreis ausgezeichnet. „Anima“ ist ihr erstes Buch beim Arena Verlag. Kim Kestner wohnt mit ihrer Familie südlich von Hamburg.

Hallo alle zusammen,

wenn ihr den Blog verfolgt, habt ihr bestimmt schon meine Rezension zu dem Buch „Alba&Seven“ gelesen. Zeitgleich, als ich auf dieses Buch gestoßen bin, habe ich „Anima-Schwarze Seele, Weißes Herz“ entdeckt, welches ebenfalls im Arena Verlag erschienen ist. Für mich hat sich der Klappentext interessant, aber noch nicht ganz schlüssig angehört. Ich wollte aber unbedingt wissen, was für eine Geschichte sich hinter dem Titel verbirgt, weswegen ich das Buch dann auch gelesen habe. Ein großes Dankeschön geht an den Arena Verlag, der mir das Buch als Leseexemplar zum Rezensieren zugeschickt hat. Mit Arena bin ich schon seit der Buchmesse 2016 in Kontakt, und die Zusammenarbeit ist wirklich sehr toll!

Zum Inhalt:

Für Abby und ihrer Familie ist es wieder soweit. Wie jeden Sommer geht es für sie ins Feriendorf Acadia. Auch wenn sich ihre Schwester darüber überhaupt nicht freut, kann Abby es kaum erwarten. Acadia ist für sie wie ein zweites Zuhause, und dort wartet nicht nur eine tolle Zeit, sondern auch wieder ihre beste Freundin auf sie. Doch dieses Mal ist alles anders. Der zur Unterhaltung engagierte Magier Juspinn behält Abby ganz genau im Auge, und seit seiner Ankunft hat sich in Acadia alles geändert. Die Ferienbesucher und auch Abbys Familie verändern sich: Uns zwar zum Schlechten. Abby erkennt niemanden wieder und fühlt sich allein gelassen, denn sie scheint die Einzige zu sein, die sich wie immer fühlt und auch so verhält. Während dieses Prozesses weicht Juspinn ihr nicht von der Seite, und die beiden verbringen immer mehr Zeit miteinander. Obwohl Abby weiß, dass der Magier etwas zu verbergen scheint und er gefährlich sein könnte, fasziniert er sie auch zur gleichen Zeit. Doch hinter all dem steckt mehr, als Abby je hätte erahnen können. Ihr Leben und alles, woran sie je geglaubt hat, gerät komplett ins Wanken. Juspinn ist nicht der, der er vorgegeben hat zu sein, und er will etwas von ihr und tut alles, um es zu bekommen. Doch was hat sie, was er so bedingungslos begehrt? Abby, die schon von Beginn an gewusst hat, dass sie mehr für Juspinn empfindet, steht nach kurzer Zeit vor der Entscheidung ihres Lebens: Zwischen Gut und Böse, Schwarz und Weiß. Doch welche Wahl ist die Richtige, und wie wird sie sich entscheiden?

Zu den Charakteren:

Abby war eine wirklich tolle Protagonistin. Sie ist durch und durch ein guter Mensch und auch immer hilfsbereit. In ihr steckt sehr viel Positives und sie denkt viel an ihre Mitmenschen. Als Juspinn  in ihr Leben tritt, ist jedoch nichts mehr, wie es war. Er ist düster, unberechenbar und auch unglaublich geheimnisvoll. Doch Abby spürt eine Anziehungskraft zu ihm, wie sie sie noch nie erlebt hat. Sie kann diese nicht leugnen und versucht, auch etwas über Juspinn herauszufinden. Leider vergeblich. Er hat Geheimnisse, die unbedingt gelöst werden müssen, aber wie? In ihren Gesprächen beantwortet er ihre Fragen nur halb oder geht erst gar nicht darauf ein. Manchmal scheint er auch über sie lachen zu müssen, wobei sich Abby nicht erklären kann, warum. Sie war doch eigentlich nicht naiv oder hatte merkwürdige Ansichten. Doch die beiden verbindet noch viel mehr, als nur Empfindungen. Sowohl Abby als auch Juspinn verändern sich mit der Zeit. Sie scheinen einander zu beeinflussen. Aber wer werden sie letzten Endes sein?

Zum Buch:

Wie ich schon erwähnt habe, wusste ich bei diesem Buch nicht genau, was mich erwarten würde. Und ich muss sagen, dass das im Nachhinein sogar besser gewesen ist. Die Geschichte hat mich nämlich von vorne bis hinten komplett überzeugt! Ich habe mit so einer Thematik echt nicht gerechnet, aber es hat mir wirklich unheimlich gut gefallen. Die Geschichte lebt davon, nicht zu wissen, wer Juspinn denn eigentlich ist und was er überhaupt von Abby will.  Deswegen habe ich auch in der Inhalts-und Charakterbeschreibung aufgepasst, nicht zu viel zu verraten :-). Und selbst wenn man diese Dinge weiß, geht es genauso gut und rasant weiter und die nächsten Fragen ergeben sich. Es ist definitiv Fantasy dabei, aber noch so vieles mehr. Man kann gar nicht erahnen, was hinter diesem Buch eigentlich wirklich alles steckt. Die Geschichte war von Anfang in meinen Augen sehr fesselnd und spannend. Meiner Meinung nach müssen noch viel mehr Leute dieses Buch lesen, denn sie werden, wie ich, überrascht sein, welches Potenzial sich dahinter verbirgt. Juspinns Charakter ist der Autorin wirklich super gelungen, so wie auch die ganze Idee des Buches. Ich hab noch nie etwas gelesen, was in diese Richtung ging, aber ich bin unglaublich froh, „Anima“ entdeckt zu haben. Man muss sich einfach auf die Geschichte einlassen, denn dann wird man sie lieben! Der Schreibstil war flüssig und unkompliziert. Die Liebesgeschichte fand ich auch super, denn man wusste eigentlich eine gewisse Zeit gar nicht, in welche Richtung sie gehen wird. Also alles in allem ein sehr gelungenes Buch ;). „Sakura“, das neue Buch der Autorin, erscheint im März wieder im Arena Verlag und wird vom Genre her eine Dystopie sein. Und wie ihr mittlerweile wisst, bin ich zu einem riesen Dystopien-Fan geworden. Also mal sehen, was mich da erwarten wird :D.

Als Fazit lässt sich sagen:

Wenn ihr Fantasybücher mögt und euch in ein tolles Abenteuer voller Geheimnissen, Entscheidungen und Gegensätzen begeben möchtet, bei dem auch die Liebesgeschichte nicht zu kurz kommt, dann solltet ihr „Anima“ definitiv lesen!

Meine Lieblingszitate:

  • Mit einer jungen Frau war meine Prüfung zu einem lustvollen Spiel geworden, das ich in jeder Hinsicht auskosten würde, bis sie mir am Ende mehr ergeben wäre als jeder Mensch zuvor. Und dann würde sie sich gegen das wenden, was sie liebt.
  • „Wer zum Teufel bist du?“ Die Worte kamen so leise über seine Lippen, sie waren fast nicht zu hören. Und wenn ich sie auch nicht aussprach, dachte ich doch genau dasselbe. Du bist kein Magier, aber wer in Gottes Namen bist du?
  • „Wirst du mir meine Frage beantworten?“„Nein.“ „Dann kennst du meine Antwort“, fauchte ich. „Da täuschst du dich. Letztendlich wirst du tun, was ich von dir verlange. Es ist nur die Frage, wie viel Mühe es mich kosten wird.“
  • „Ich stürze dich ja auch nicht in so ein furchtbares Gefühlschaos wie du mich.“ Jetzt war ich dankbar für die Augenbinde. Dies hätte ich ihm nie ins Gesicht sagen können, so offensichtlich es auch war. „Das glaubst du wirklich?“ „Ist es denn nicht so?“

 

Wie immer hoffe ich, dass euch meine Rezension gefallen hat! 🙂 Bis in zwei Wochen,

Eure Leah

 

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