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Carina Mueller wurde 1984 im schönen Westerwald geboren, wo sie heute immer noch lebt und arbeitet. Neben ihrem Hund und ihren Pferden zählte das Lesen schon immer zu ihren größten Hobbies, woraus sich dann die Idee entwickelte, eigene Romane zu schreiben. Sie selbst liebt Jugendbücher und auch Fantasy-Romane, vor allem die ganz spannenden, weshalb sie auch in diesen Genres schreibt.

Hallo alle zusammen,

als ich vor ein paar Wochen meine Leseliste aktualisiert habe, bin ich auf der Suche nach neuen Büchern auf Hope&Despair-Hoffnungschatten gestoßen. Dies ist der erste Band der Trilogie. Ich habe mir den Klappentext eigentlich nur durchgelesen, weil ich das Cover total schön fand und der Inhalt hat sich super vielversprechend angehört. Man kann die Geschichte von Hope&Despair sowohl als E-Book, als auch als Taschenbuch lesen. Der Carlsen-Verlag hat mir das Taschenbuch zugeschickt. Vielen Dank dafür.

Zum Inhalt:

Von einem anderen Planeten ist ein Raumschiff direkt in Phoenix gelandet. Die amerikanische Regierung jedoch vertuschte dieses Ereignis und als Dank dafür wurden ihnen 12 Säuglinge des Planetens Sensimons geschenkt. 6 Mädchen und 6 Jungen, die dazu gedacht waren, mit ihren positiven Charaktermerkmalen der Bevölkerung zu helfen und sie auf den richtigen Weg zu bringen. Jedoch wurden die 6 Jungen gestohlen und wuchsen getrennt von den Mädchen auf. Nach 17 Jahren sind die Säuglinge erwachsen geworden und die Mädchen, auch Probas genannt, erfüllen ihre Bestimmung und unterstützen die Menschen, den es schlecht geht, mit ihren guten Eigenschaften. Unter ihnen befindet sich unter anderem Hope (die Hoffnung). Aber was ist aus den 6 Jungs geworden? Diese wurden umgeschult und sind nun genau das Gegenteil dessen, was sie eigentlich sein sollten. So hat sich zum Beispiel der Junge mit der Eigenschaft Love (die Liebe) in Hate (der Hass) verwandelt. Ihre Aufgabe ist es nun, ihren Gegenpart, also die Probas zu finden und sie ebenfalls umzuschulen, damit sie so werden wie die Improbas. Als dies gelingt, alle gefangen genommen werden und nur Hope entkommen kann, ist ihr klar, dass nichts mehr so sein wird wie zuvor, aber sie muss ihren Freundinnen helfen und kann sie nicht im Stich lassen. Jedoch ist ihr Gegenpart Despair (die Verzweiflung) ihr dicht auf den Fersen und will sie um jeden Preis haben. Denn Hope ist die Wichtigste von all ihren Probas-Freundinnen. Als auch Despair die Gefangennahme seines Gegenparts Hope gelingt, wird alles schwieriger, als gedacht. Denn ziehen sich Gegensätze nicht eigentlich an?

Zu den Charakteren:

Im Vordergrund der Geschichte stehen natürlich die Gegenpole Hope (die Hoffnung) und Despair (die Verzweiflung).

Hope ist durch und durch die Hoffnung. Sie weiß, was sie will und für sie gibt es kein negatives Denken. Auch dann nicht, wenn man es eigentlich erwarten würden. Sie fühlt sich mit den anderen Probas verbunden und würde alles für ihre Freundinnen tun. Hope ist stark und die wichtigste Proba von allen, denn wenn es keine Hoffnung mehr gibt, gibt es auch nichts, wofür es sich zu kämpfen lohnt. Selbst wenn sie in Gefahr schwebt, versucht sie, alles positiv zu sehen und das anzuwenden, was sie seit ihrer Geburt gelernt hat. Ihre Gedanken sind gut nachvollziehbar, und auch, wenn sie vielleicht manchmal etwas naiv rüberkommt, verlässt die Hoffnung sie nie.

Despair ist das genaue Gegenteil von Hope. Die Verzweiflung. Auch wenn er ein Improba ist und somit für die schlechten Eigenschaften der Menschen steht, ist er anders. Die Umschulung war für ihn sehr hart, härter als für andere, und das hat ihn sehr geprägt. Er hört nicht gerne auf andere und ist lieber sein eigener Chef, aber leider kann er das nicht so gut umsetzen, denn er steht, wie alle anderen Improbas, unter dem Kommando des Oberst. Und wer sich widersetzt, wird bestraft und daran erinnert, wer das Sagen hat. Als er jedoch Hope kennenlernt, fängt er an, Dinge zu hinterfragen, und obwohl er am Anfang sehr misstrauisch ist, fällt es ihm schwer, Hope zu verändern, denn er muss ihr das antun, was er selbst erlitten hat.

Zu den anderen Charakteren möchte ich gar nichts sagen, weil es Dinge vorwegnehmen würde, und ihr müsst euch ja auch eurer eigenes Bild machen.

Der Klappentext des Buches hat mich wirklich umgehauen! Die Idee der Geschichte hat mir sofort gefallen und ich wollte unbedingt erfahren, was es mit den Gegensätzen Hope und Despair auf sich hat. Ich habe das Buch ziemlich schnell durchgelesen, was ja ein gutes Zeichen ist, aber nachdem ich es fertig hatte, wusste ich nicht, was ich dazu sagen oder davon halten sollte. Und das ist mir noch nie bei einem Buch passiert. Dies ist jetzt weder total schlecht noch total gut gemeint. Das Hauptproblem, welches ich bei der Geschichte hatte, war wohl, dass ich mir einfach etwas ganz anderes unter diesem Buch vorgestellt habe, was meinen Zwiespalt erklärt. Viele Leute, die das Buch gelesen haben, kritisieren die Umsetzung. Die Grundidee hat ihnen, wie mir, sehr gut gefallen, aber die Ausführung nicht. Grundsätzlich finde ich die Umsetzung nicht schlecht, aber anders als gedacht. Jedoch muss ich zugeben, dass ich schon gefesselt von der Geschichte war und immer weiter lesen musste. An vielen Stellen fand ich das Buch sehr brutal, was mich sehr überrascht hat, weil man damit hier eigentlich nicht rechnet, aber ein paar Mal musste ich auch schlucken. Also nichts für schwache Nerven. Die Sprache ist an einigen Stellen sehr vulgär, was mich nicht direkt gestört, sondern eher verwundert hat, weil ich auch davon nicht direkt ausgegangen bin. Im Nachhinein muss ich aber zugeben, dass diese Sprache wohl dazu benutzt wurde, um die Improbas, also das Schlechte, noch besser rüberzubringen. Die Liebesgeschichte kam für mich ein bisschen zu spät und ich hätte sie mir früher gewünscht, aber vielleicht ändert sich das in den nächsten Bänden. Ich werde definitiv den zweiten und dritten Teil lesen, denn die Geschichte hat schon mein Interesse geweckt, auch, wenn ich nicht erklären kann, warum ich noch keine genaue Meinung zu dem Buch habe.

Als Fazit lässt sich sagen:

Wenn euch Vulgärsprache und Brutalität nicht stören und ihr gespannt auf eine Geschichte voller Gegensätze und auch Rebellion seid, solltet ihr Hope&Despair lesen.

Meine Lieblingszitate:

  • Die Verzweiflung war unvorstellbar mächtig. Wie ein Strudel, der einen immer tiefer nach unten zog. Weg vom Licht. Hinein in die Dunkelheit. Bis man schließlich von einem großen, schwarzen Nichts verschluckt wurde. Wer einmal drin war, kam nie wieder heraus.
  • Barry hatte uns immer erzählt, dass die Improbas durch und durch böse wären, dass sie uns nur Schlechtes wollten und dass sie uns- wenn wir Glück hätten- nur umbringen würden, sobald sie uns in die Finger bekämen. Keiner von uns hatte sich jemals Gedanken darüber gemacht, warum sie so waren.
  • D: „Aber deine Situation hat sich nicht verändert. Du bist nach wie vor eingesperrt.“ H: „Meine Situation vielleicht nicht. Aber ich.“ D: „Du?“ Ich nickte. „Ich habe etwas eingesehen.“ „Aufgegeben?“, fragte er. (…) H: „Nichts geschieht im Leben ohne Grund. So, wie ich also meine Gründe habe, hast du deine.“

Hoffentlich hat euch die Rezension gefallen. Bis dahin,

Eure Leah

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