Seite auswählen

Laura Kneidl wurde 1990 in Erlangen geboren und entwickelte bereits früh in ihrem Leben eine Vorliebe für alles, was mit dem Schreiben zu tun hat. Inspiriert von zahlreichen Fantasy-Romanen begann sie 2009 an ihrem ersten eigenen Buchprojekt zu arbeiten, seitdem wird ihr Alltag von Büchern, Katzen und Pinterest begleitet.

Hallo alle zusammen,

Laura Kneidl habe ich dieses Jahr auf der Frankfurter Buchmesse getroffen und sie hat mich ganz lieb empfangen und auch meine Ausgabe von „Light&Darkness“ signiert (Rezension ist bereits online) :).

Im Oktober ist endlich ihr erster New Adult Roman veröffentlicht worden, und als dieser bei mir Zuhause angekommen ist, musste ich da weiterlesen, wo die Leseprobe aufgehört hat.

Alles zu dem Buch erfahrt ihr in der heutigen Rezension :D.

Und wenn Du, Laura, die Rezension liest, hoffe ich, dass sie Dir so gut gefällt wie die von „Light&Darkness“.

 

Ein herzliches Dankeschön an die Verlagsgruppe Bastei Lübbe, die mir das Buch zugeschickt hat!

 

Zum Inhalt:

Als Sage Derting 18 Jahre alt wird, heißt es für sie sofort: Nichts wie weg von Zuhause. Ihr Neuanfang startet in Nevada und tausende Kilometer von ihrer Vergangenheit entfernt. Die Bedingungen dort sind allerdings alles andere als wünschenswert. Durch die lange Reise musste ihr Geldbeutel einiges hergeben und sie besitzt aus diesem Grund auch keine Wohnung oder ein WG-Zimmer. Aber Sage nimmt das alles in Kauf, weil sie dadurch endlich von dem weggekommen ist, was sie jahrelang gequält und verstört hat. Trotz der Distanz kann Sage aber das Vergangene nicht vergessen, denn ihre Panikattacken suchen sie immer wieder heim. Ein kleiner Lichtblick ist April, die sie zu Beginn ihres Studiums kennenlernt. Aber dies ist nicht die letzte Begegnung mit neuen Leuten, die Sage haben wird. Luca Gibson steht für all das, wovor sie sich fürchtet. Seine Tattoos, seine Augen, seine Ausstrahlung. Nichts davon wirkt auf sie positiv. Aber Sage kann ihm nicht aus dem Weg gehen, denn die Wege der beiden werden sich noch öfter kreuzen. Ob sie das will oder nicht. Die Zeit in Sages neuer Heimat vergeht und obwohl sie es nie für möglich gehalten hätte, gibt es Momente, in denen sie wirklich einmal glücklich sein kann. Verantwortlich dafür ist auch immer mehr Luca. Eigentlich ist er überhaupt nicht der Typ Mann, bei dem sich Sage sicher und geborgen fühlen sollte, aber genau das trifft auf ihn zu. Er ist der Einzige, bei dem sie keine Angst verspürt oder sich vor seiner Berührung fürchtet. Was ihr letzten Endes wirklich im Weg steht, ist sie selbst und ihre Vergangenheit, aber kann ein einzelner Mensch einen alles vergessen lassen, was man an Leid ertragen musste?

 

Zum Buch:

Wie oben erwähnt, habe ich von dem Buch schon vorher die Leseprobe gelesen, die ich wirklich vielversprechend fand :-).

Der Einstieg fiel mir sehr leicht und allgemein ist das Buch so toll geschrieben, dass ich nicht das Gefühl hatte, 460 Seiten gelesen zu haben. Man muss hierbei dazu sagen, dass ca. drei Viertel des Buches von Sages Vergangenheit, aber eher aus den daraus resultierenden Folgen und ihrem Neuanfang bestand. Die Liebesgeschichte kam erst im letzten Viertel. Ich kann voll nachvollziehen, warum die Protagonisten nicht hoppla hopp schon etwas miteinander anfangen konnten, allein deswegen, weil Sages Vergangenheit sie total hemmt und einschränkt. Trotzdem hätte ich mir das gewisse „Etwas“ zwischen den beiden etwas früher gewünscht, denn die meiste Zeit war die Beziehung zwischen ihnen „nur“  freundschaftlich :-). Natürlich muss sich sowas auch erstmal entwickeln, was ganz außer Frage steht, aber durch die eben genannten Aspekte ging mir das am Ende alles ein bisschen zu schnell. Damit will ich das Buch jetzt nicht schlecht machen, falls das jemand annimmt, ganz im Gegenteil, ich habe es ja wirklich gerne gelesen, aber ich möchte Euch ja auch immer mitteilen, was mir während des Lesens auffällt :-). Und gerade, wenn man seinen ersten New Adult Roman wie Laura geschrieben hat, wäre es in meinen Augen auch unrealistisch, wenn auf Anhieb alles „perfekt“ wäre. Damit will ich nicht sagen, dass das Buch für manche Leute nicht perfekt ist, das ist ja immer subjektiv, sondern ich meine damit das, was den Lesern einfach auffällt, wie Verbesserungsvorschläge :-).

Ich hatte ein wenig Angst, dass in dem Buch viele Klischees vorkommen würden, aber nein, das war nicht der Fall. Ganz im Gegenteil: Laura hat sich wirklich eine eigene Geschichte ausgedacht und ich fand die Umsetzung des Ganzen ganz ganz toll! Sages Gedanken, ihre Ängste, die Höhen und Tiefen: Das war alles super inszeniert :-).

Ich glaube, dass  im zweiten Teil „Verliere mich. Nicht“ (erscheint am 26.01.2018) noch einiges auf die Leser zukommt, denn gerade Lucas Charakter bleibt für mich immer noch ein kleines Rätsel und noch viele anderen Fragen sind weiterhin offen. Ich freue mich auf jeden Fall sehr darauf ☺️.

 

Anmerkung:

Lucas Charakter hat eine eigenen Instagram Account, wie cool ist das denn bitte 🙂 !!! Dieser ist auf das Buch mit abgestimmt und eine wirklich grandiose Idee von der Autorin. Man merkt sofort und natürlich auch im Buch selber, dass Luca ein totaler Bücherliebhaber ist und mal ehrlich … Wer findet es bitte nicht attraktiv, wenn ein gut aussehender Typ total in Bücher vernarrt ist :-). Sein Profil ist am Anfang verlinkt!

Als Fazit lässt sich sagen: Das erste New Adult Buch von Laura Kneidl sollte man gerade wegen des tollen Schreibstils und der Geschichte an sich lesen! Keine Klischees, sondern eine komplett eigene Story! Der größte Teil erzählt eher eine Lebensgeschichte mit einem Neuanfang, aber zum Schluss kommt dann auch die Liebesgeschichte ins Spiel und man kann wohl mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass im zweiten Teil noch einiges passieren wird (bzw. muss). Besonders für Einsteiger in das Genre kann ich das Buch auf jeden Fall empfehlen oder eben für Leser, die nicht zu viel Liebesgeschichte mögen und auf der Suche nach einer Geschichte mit Höhen und Tiefen sind :-).

 

Lieblingszitate:

  • Ich wollte ein normales Leben führen, und irgendwann würde ich dazu auch bereit sein. Nur meine Angst stand mir im Weg, und die einzige Möglichkeit, sie zu überwinden, bestand darin, sich ihr zu stellen.

 

  • „April und ich werden dich nicht im Stich lassen“, fuhr Luca fort. Er hatte die Stimme zu einem Flüstern gesenkt. Mir wurde heiß, nicht wegen einer herannahenden Panikattacke, sondern wegen eines anderen, wärmeren Gefühls. „Wieso?“ Luca neigte den Kopf. „Wieso was?“ „Wieso wollt ihr mir helfen? Wir kennen uns erst seit ein paar Wochen.“ „Seit wann wird Freundschaft durch Zeit definiert?“

 

  • „Du musst eines wissen, Sage.“ Lucas Stimme klang rau. „Ich mag die meisten Menschen nicht.“ Unweigerlich musste ich lächeln. „So was Ähnliches hast du schon einmal gesagt.“ „Aber die Menschen, die ich mag, bedeuten mir alles“, erklärte er und sah mir dabei direkt in die Augen, als fürchtete er, ich würde ihn sonst nicht verstehen. „Bis vor Kurzem gab es auf der ganzen Welt nur vier Leute, die mir wichtig waren. Mein Dad, meine Stiefmutter, April und Gavin. Ich habe nicht geplant, dass noch jemand anderes dazukommt. Aber jetzt steht auch dein Name auf dieser Liste, und das macht es unmöglich für mich, mir keine Sorgen zu machen …“

 

  • „Sag es, Sage!“ „Nein.“ „Sag es!“ (…) „Du gibst nicht auf, oder?“ „Nein.“ Ich holte tief Luft und sagte, bemüht um einen gleichgültigen Tonfall: „Du siehst gut aus.“ „Ach ja?“, hakte er nach. „Ja“, bestätigte ich mit einem müden Seufzen. „Und wieso siehst du mich nicht an, wenn ich angeblich so gut aussehe, dass man weiblichen Wesen nichts vorwerfen kann, wenn sie mit mir flirten?“ Ich hob eine Schulter. „Ich stehe nicht auf hübsche Jungs.“ Luca lachte. Es war ein tiefes, sexy Lachen. „Lügnerin.“ „Ich lüge nicht.“ „Dann sieh mich an, Sage.“ „Nein.“ „Sage“, drängte er. Ich verschränkte die Arme vor der Brust. „Nein.“ Plötzlich packte Luca meinen Stuhl und zog ihn samt mir zu sich heran, als würde es ihn überhaupt keine Kraft kosten. Ich keuchte erschrocken auf, bereit, ihm ein „Spinnst du?“ entgegenzuschleudern, aber mir versagte die Stimme, als ich aufsah und sein Gesicht nur Zentimeter von meinem entfernt war.

 

 

Ich hoffe, Euch hat der heutige Blogbeitrag gefallen!

 

Bis in zwei Wochen,

 

Eure Leah 😉

 

Hier findet ihr mich auch:

Goodreads

Pinterest

Zurück zur Blog-Übersicht