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Marie Lu, Autorin der Bestseller-Trilogie Legend, wurde 1984 in Shanghai geboren und lebte für einige Zeit in Texas, bevor sie an der University of Southern California studierte. Nach ihrem Abschluss arbeitete sie bei den Disney Interactive Studios, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete. Die Bestsellerautorin lebt mit ihrem Mann und drei Hunden in Santa Monica, nahe dem Meer. Ihre wenige Freizeit verbringt sie mit Lesen, Zeichnen, dem Spielen von Assassin-s Creed und Im-Stau-Stehen.

Hallo alle zusammen,

Ende Februar ist die Rezension zu „Young Elites-Die Gemeinschaft der Dolche“ online gegangen. Das ist der Auftakt der „Young Elites-Trilogie“ von Marie Lu, von der ich auch bereits die „Legend-Trilogie“ gelesen habe :). Diejenigen, die die Rezension zum Auftakt im Februar gelesen haben, wissen, dass ich nach dem Ende echt schockiert und dadurch auch schon etwas enttäuscht war, weil ich mit dem, was dort passiert ist, nie gerechnet hätte. Deswegen musste ich auch an dem Tag den zweiten Teil anfangen, an dem er bei mir angekommen ist, denn ich war einfach viel zu neugierig!

Wer Band eins noch nicht gelesen hat, sollte diesen Beitrag natürlich nicht lesen ;).
Alles andere gibt es in der heutigen Rezension :D.

Vielen Dank an den Loewe-Verlag, der mir das Buch zugeschickt hat!

 

Zum Inhalt:

Spoiler (Folgeband) Es ist ungefähr drei Wochen her, dass Adelina von der Gemeinschaft der Dolche zurückgelassen, verstoßen und verraten wurde. Zusammen mit ihrer Schwester ist sie geflohen und will jetzt Rache. Adelina hat vor, ihre eigene Gemeinschaft zu gründen, um es der Inquisition und den Dolchen heimzuzahlen. Für diese benötigt sie aber natürlich vor allem eins: Begabte, die wie sie übernatürliche Fähigkeiten besitzen, denn ansonsten kann Adelina die Inquisition nicht stürzen und der Unterdrückung ihresgleichen ein Ende setzen. In Merroutas soll der Magier Magiano verweilen und dieser ist der Erste, der Adelinas eigener Gemeinschaft beitreten soll, um ihr zu helfen. Jeder in der Welt der Begabten hat schon von ihm gehört, denn er soll unheimlich viel Macht besitzen. Auf der Suche nach ihm und auch danach kommt es aber immer wieder vor, dass die Dunkelheit, gegen die Adelina schon seit langem ankämpfen muss, sie immer wieder einholt. Sie ist ein Teil von ihr und schwierig zu ignorieren. Auch ihre Schwester Violetta versucht Adelina dabei zu helfen, dass sie dieser Dunkelheit nicht ausgeliefert wird, aber die finsteren Kräfte lassen sich auf Dauer nur schwer bekämpfen. Wenn Adelina allerdings ihre Pläne umsetzen will, muss sie dagegen etwas unternehmen. Was wird zum Schluss siegen? Die Dunkelheit oder das Licht?

 

Zum Buch:

Wie oben schon erwähnt, habe ich das Buch direkt angefangen zu lesen, als es bei mir angekommen ist. Ich konnte mich sofort wieder in Adelinas Welt einfügen und den Gedanken von ihr folgen. Man muss immer wieder sagen, dass Adelina eine absolute Antiheldin ist, aber ich finde, dass gerade das sie so interessant macht. Am Anfang geht es mit den Geschehnissen sofort los und ich war sehr gespannt, was mich hier alles erwarten würde. Schnell hat sich auch herauskristallisiert, dass das Ereignis, das mich so unglaublich gestört hat (Enzos Tod) hier nochmal aufgegriffen und thematisiert wird. Inwiefern, müsst ihr selbst herausfinden, aber ich kann sagen, dass es im Epilog zu Band eins schon einen Hinweis gibt :). So weit, so gut. Die Seiten sind bei mir wirklich nur so dahingeflogen, denn ich finde die Story, die Marie Lu sich hier ausgedacht hat, einfach unglaublich spannend und mir gefällt sie auch echt gut. Frischen Wind bringt auch nach der neue Charakter Magiano mit, den ich unheimlich toll fand! Ich mochte seine Art, seine Ansichten und Denkweisen sehr, und nach jedem Kapitel war ich neugierig, was als Nächstes passieren würde. Die Liebesgeschichte war, in meinen Augen, nicht so stark vertreten, wie im ersten Teil, was ich mir natürlich anders gewünscht hätte. Das Ende besitzt, wie Teil eins, einen Cliffhanger, aber ich muss sagen, ich weiß noch nicht, ob ich den Abschluss der Reihe lesen werde. Das hat überhaupt nichts mit Band zwei zu tun, denn den fand ich, wie man merkt, einfach nur gelungen, sondern damit, dass ich weiß, wie die Geschichte endgültig ausgeht. Und DAMIT kann ich mich überhaupt nicht anfreunden. Es gibt für mich einfach Dinge, die bei Büchern, Filmen usw. ein absolutes No-go sind. Es gibt aber auch Leser, die mit dem Ende zufrieden sind und es auch gut finden, ich gehören aber nicht dazu. Ob ich den letzten Teil letztendlich lesen werde, entscheide ich nach Bauchgefühl, aber für alle, die sich da sicher sind: „Young Elites-Die Herrschaft der weißen Wölfin“ erscheint im Frühjahr 2018 :)!

 

Als Fazit lässt sich sagen: Die Dunkelheit in Adelina ist noch immer nicht besiegt, und als Leser verfolgt man in „Young Elites-Das Bündnis der Rosen“ die Reise unserer Antiheldin neugierig, gespannt und gefesselt. Neue Charakteren ergänzen die Story auch sehr gut und düstere Fantasy gelingt Marie Lu auf jeden Fall auch.

 

Lieblingszitate (es gibt noch viele mehr):

 

  • Eines Tages, wenn nichts mehr von mir übrig ist als Staub und Asche – was für Geschichten werden sich die Menschen wohl über mich erzählen? Es war einmal ein Mädchen, das hatte einen Vater, einen Prinzen und eine Gemeinschaft von Freunden. Doch dann wurde sie von ihnen betrogen und tötete sie alle.

 

  • Es ist ein schönes Gefühl, Macht zu haben. Zu beobachten, wie sich andere meinem Willen beugen. So müssen Könige und Königinnen empfinden, die bloß mit ein paar Worten einen Krieg anzetteln oder ein Volk versklaven können. Es ist genau das, wovon ich schon als kleines Mädchen geträumt habe, während ich auf der Treppe in meinem alten Zuhause hockte und mir vorstellte, ich hätte eine schwere Krone auf dem Kopf und würde auf ein Meer kniender Gestalten herabblicken.

 

  • „Du willst also sagen, dass ihr versuchen wollt, Terens skrupellosen kleinen Plan zu durchkreuzen. Und dafür wollt ihr eine Armee aus Begabten zusammentrommeln, die euch dabei helfen soll.“ „Ja.“ Hoffnung flammt in mir auf. „Und ein Begabter wie du, über den man so viel hört …“ Magiano reckt ein wenig das Kinn und ein zufriedenes Funkeln tritt in seine Augen. „Du schmeichelst mir, mein Herz.“ Er schenkt mir ein wehmütiges Lächeln. „Aber ich fürchte, das allein reicht nicht, um mich zu überzeugen. Ich bin ein Einzelgänger. Und ziemlich zufrieden mit meiner derzeitigen Lage. Ich habe kein Interesse daran, für eine edle Sache zu kämpfen. Ihr verschwendet hier also eure Zeit.“ Meine Hoffnung erstirbt so unvermittelt, wie sie aufgekeimt ist. (…) „Warum bist du ein Einzelgänger?“, frage ich. „Weil ich meine Beute nicht gern teile.“ (…) Violetta drückt mir im Halbdunkel die Hand. Sie wirft mir einen Blick aus dem Augenwinkel zu. „Ergründe seine Schwäche“, murmelt sie mir zu. „Finde heraus, was er will.“

 

  • Manchmal ist die Liebe wie eine winzige Blume, verborgen im Schatten der Bäume, und nur wer am richtigen Ort zu suchen weiß, wird sie finden.

 

  • Jahrzehntelang führten sie Krieg gegeneinander, ohne jemals zu erkennen, dass sie für ein und dieselbe Sache kämpfen.

 

 

Hoffentlich hat euch die Rezension zu diesem Folgeband gefallen!

Bis in zwei Wochen,

 

Eure Leah 😉

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